Traditionelle Chinesische Medizin – Einführung

 

 

Was ist die Traditionelle Chinesische Medizin?

Die Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM genannt, stammt aus dem Alten China und wurde vor Tausenden von Jahren von chinesischen Heilkundigen entwickelt. Es gibt fünf Säulen der TCM: Akupunktur, chinesische Arzneimittelkunde, Moxibustion, Bewegungslehre (Qigong und Taijiquan) und die Massagetechniken (Tuina und Shiatsu). Dazu kommt die chinesische Ernährungslehre mit der Fünf-Elemente-Ernährung. Die fünf Elemente sind Feuer, Wasser, Metall, Erde und Luft. Auf dem Foto oben sehen Sie das Schröpfen, das ein Bestandteil der TCM ist.

 

Ist die TCM in Europa wissenschaftlich anerkannt?

Die TCM ist weitestgehend in Europa nicht wissenschaftlich anerkannt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen lediglich Akupunktur, die Bewegungs- und die Massagemethoden in manchen Fällen, da sie bei vielen Menschen helfen. Wenn beispielsweise ein Qigong- oder Taijiquan-Kurs angeboten wird oder eine Shiatsu-Massage wahrgenommen wird, übernehmen die Krankenkassen teilweise oder komplett die Kosten, nachdem man den Betrag vorgelegt hat. Jedoch müssen die Veranstalter/innen mit der Kasse zusammenarbeiten.

Für die anderen TCM-Methoden gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Dies liegt daran, dass weder die Pharma- noch die Ärzte-Lobby ein Interesse daran hat, Beweise für die Wirksamkeit der TCM zu erbringen. Dazu kommt, dass solche Studien, mit denen dies belegt werden könnte, sehr teuer sind. Die Heilpraktiker/innen und TCM-Ärzte haben häufig nicht die finanziellen Mittel, um solch teuren Studien zu finanzieren.

Mit der TCM lässt sich bei weitem nicht so viel verdienen als mit teuren Präparaten, die regelmäßig und dauerhaft verordnet werden müssen. Ein gesunder Patient macht den Arzt nicht reich. Der Arzt lebt am besten von chronisch kranken Menschen, für die es (scheinbar) keine Heilung gibt. So bleibt die TCM wissenschaftlich weitestgehend nicht anerkannt und die Menschen müssen die meisten TCM-Behandlungen privat bezahlen.

Es gibt zwei bekannte TCM-Kliniken in Deutschland und zwar in Kötzting und in Oberschwarzach. Man findet sie über die Google-Suche.

 

Fazit

Die TCM verfügt über Methoden, die bei leichten Erkrankungen wie Verspannungen, Kopfschmerzen etc. helfen können. Eine Tuina- oder eine Shiatsu-Massage kann, wenn sie richtig durchgeführt wird, sehr entspannend sein. Achten Sie jedoch darauf, dass der/die Therapeut/in über eine fundierte Ausbildung verfügt und lassen Sie sich die Ausbildungsnachweise oder Zertifikate vorzeigen.

Bezüglich der chinesischen Arzneimittelkunde, in der viel mit Kräutern und Tierkörperbestandteilen gearbeitet wird, sollte man jedoch vorsichtig sein, da wir als Europäer am besten an unsere einheimischen Obst-, Gemüse- und Getreidesorten angepasst sind und es durchaus auch zu Unverträglichkeiten gegenüber einer asiatischen Gemüseart kommen kann, beispielsweise Ingwer. Auch ich vertrage Ingwer leider nicht und bekomme davon unangenehme Hitzewallungen und leichtes Unwohlsein.

Außerdem kann es besonders bei den Kräutern zu Allergien kommen, die sogar im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können. Sie sollten ärztlich abklären lassen, ob Sie die Kräuter, die Sie aus der TCM verwenden möchten, wirklich vertragen. Dies können Sie mithilfe eines Allergie-Tests herausfinden.

In manchen Fällen kann TCM durchaus hilfreich sein. Bei schweren Erkrankungen, beispielsweise einer Krebserkrankung, sollte man jedoch auf bewährte schulmedizinische Behandlungsmethoden zurückgreifen, da es bei dieser Art von Erkrankungen um Ihr Leben geht und sicher sein muss, dass eine effektive Behandlungsmethode gewählt wird. In Absprache mit dem behandelnden Arzt kann die TCM jedoch unterstützend eingesetzt werden.

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